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Weiss - signature

Silvius Leopold Weiss
(1687-1750)

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Silvius Leopold Weiss
Der berühmte Dresdner Lautenist

 

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Kupferstich von Bartolomeo Folin, 1766
nach einem Gemälde von Balthasar Denner (ca. 1730)

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über Leben und Werk des berühmtesten Lautenisten der Barockzeit, Silvius Leopold Weiss. Auch als Komponist wurde er von seinen Zeitgenossen sehr geschätzt.
Nach fast 200 Jahren der Vergessenheit wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Eine Gesamtausgabe seiner Werke wird zur Zeit herausgegeben. Die meisten der knapp 100 Solo-Sonaten sind als CD-Aufnahmen erhältlich und selbst seine Ensemblewerke, von denen sich meist nur eine Lautenstimmen erhalten haben, sind inzwischen in hochwertigen Rekonstruktionen verfügbar. Eine große Sensation ist der Fund eines vollständigen Duos und eines Lautentrios in einem Harrach'schen Lautenmanuskript im Jahr 2004.


 

Silvius oder Sylvius?
Zur Schreibweise seines Vornamens

Den ersten Vornamen von Weiss findet man auf unterschiedliche Weise geschrieben: Silvius oder Sylvius.
Weil Michel Cardin darauf sehr ausführlich und klar eingeht, möchte ich ihn an dieser Stelle zitieren:

Das einzige Portrait, das wir von Silvius Leopold Weiss haben (siehe Seitenanfang), ist ein Kupferstich von Bartolomeo Folin (Leipzig 1766). Es ist nach einem Gemälde von Balthasar Denner von ca. 1730 angefertigt, das verschollen ist. Unter dem Medallion kann man lesen : Sylvius Leopold Weiss. Gebohren in Breslau den 12. Octobr. 1686. Gestorben in Dresden den 15. Octobr. 1750. Es soll nur Sylvius die Laute spielen. 1 [...]

Vielleicht liegt es an dieser Inschrift, dass sein Vorname in den Musiklexika (wenn man ihn darin überhaupt findet) und anderen Publikationen Sylvius geschrieben wird. Weiss selber hat seine Briefe mit Silvius unterschrieben.
Genau genommen jedoch sind beide Schreibweisen korrekt. Das y entspricht der modernen europäischen Schreibweise von Sylvain, Sylvio, etc. Auf der anderen Seite passt das i besser in die Logik des lateinischen Suffixes -us, das bei den deutschen Künstlern des 18. Jahrhunderts sehr in Mode war. Eine ähnliche Zusammenstellung der beiden Vornamen findet sich, nur in umgekehrter Reihenfolge, zum Beispiel bei Wolfgang Amadeus Mozart. Weiss selber hat mit Silvius Leopoldus Weiss unterschrieben und nannte einen seiner insgesamt sieben Söhne Adolf Faustinus. Dieser wurde sein Nachfolger als Kammerlautenist am Hof von Dresden.

 


1 flechehaut Nach neueren Forschungen von Frank Legl sind die Angaben des Folin-Stichs unzutreffend, was Geburtsjahr und -ort (1687 in Grottkau), sowie den Todestag angehen (16. Oktober 1750) vgl. Weiss´s Leben

 

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